Kommentar

Kunstcarepakete für die neuen Nachbarn

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

Ob mit Auto oder Zug: Die Umstände einer Fahrt in die meisten östlichen Nachbarstaaten sind selten erbauend. Fährt man in diesen Tagen von Wien/Ostbahnhof nach Brünn/Hauptbahnhof, muss man sich noch mehr ärgern: Die österreichische Kunstpolitik ist im Begriff, so überheblich und unfreundlich zu werden wie die als Verkehrspolitik getarnte Außenpolitik.

Ein Bild aus dem Ostbahnhof geht durch Österreich. Es stellt den Staatssekretär für Kunst und den Staatskunstkurator dar. Sie sind unverkennbar glücklich miteinander - wie ein frisch vermähltes Paar, bei dem es nicht nur im Bett klappt, sondern auch Weltanschauungen und Kunstverständnisse bestens synchronisiert sind. Peter Weibel, der schnelle Multikurator, und sein neuer Spezi lachen synchron in die Kamera und halten etwas in ihren Händen, was wie ein Scheck aussieht - zum Beispiel für die Kunstförderung in den österreichischen Provinzen (die altösterreichischen in diesem Fall gönnerhaft inbegriffen). Um bloß 500.000 Euro


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