Katz und Maus mit Stalin

ERICH KLEIN | Kultur | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

MUSIK & POLITIK Mit Solomon Wolkows Buch über "Stalin und Schostakowitsch" liegt nun die beste derzeit greifbare Darstellung stalinistischer Kulturpolitik vor. Und ein Festival im Musikverein zeigt Schostakowitsch als Filmkomponisten.

Als Zwanzigjähriger sieht er noch aus wie ein Kind - ein verträumter Musterschüler, in dessen mädchenhaftem Gesicht nur die zu große Brille den Ernst der Lage verrät: Der 1906 in Petersburg geborene Dmitrij Schostakowitsch hat sein Klavierstudium am Leningrader Konservatorium erfolgreich abgelegt, als Diplomarbeit eine erste Sinfonie verfasst und sich in den Dienst der Sowjetmacht gestellt. Am Beginn von Schostakowitschs Karriere steht ein Bruch. Die angestrebte Laufbahn als Konzertpianist schlägt fehl, der frühe Tod des Vaters zwingt das Wunderkind aus bürgerlichem Haus zum Broterwerb: Schostakowitsch schlägt sich als Klavierspieler im Kino durch - Grundstein für eine (im Westen) wenig bekannte Seite von Dmitrij Schostakowitschs Schaffen; bis

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