OHREN AUF! Widerspruch?

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

Großartige Interpreten, beeindruckende Vielfalt, liebevoll gestaltete Verpackungen und in der Programmatik genau das richtige Maß an Dreistigkeit: So präsentiert sich das 1996 gegründete ungarische Label BMC (Budapest Music Center) mit über einhundert Veröffentlichungen. Die widmen sich zum großen Teil der ungarischen Jazzszene, doch bietet der Katalog auch zahlreiche Schmankerln aus einem angenehm weit gefassten Bereich komponierter Musik, der von Bach bis in die Gegenwart reicht und innerhalb dessen das Wort "Berührungsangst" nicht zu existieren scheint. Vollständige Werkzyklen finden sich hier wenige, dafür umso mehr spannende, zum Teil fast schon tollkühn kombinierte Programme, die zusammenbringen, was im großen Musikbetrieb nicht so ohne Weiteres zusammengehören darf.

Kein Geringerer als der Komponist und Dirigent Peter Eötvös frönt hier der Lust am vermeintlichen Widerspruch und spielte den sinfonischen Klassiker schlechthin mit elektronischer Verstärkung ein: Beethovens


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