"Es geht um Reibung"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

FESTWOCHEN MUSIK Was sich nach Kalkül anhört, könnte zu einem Festival-Highlight werden: Elektroniker remixen Avantgardisten. 

Thomas Zierhofer-Kin spricht es deutlich aus: "Ich fühle mich nicht der Hochkultur, sondern der Subkultur zugehörig", sagt er und wischt so den Vorwurf vom Tisch, dass sich bei den Festwochen die Neue-Musik-Szene durch die Kooperation mit Größen der Wiener Club-Elektronik wohl mit fremden Federn schmücken möchte. "Manche Institutionen verstehen sich tatsächlich als besonders cool, wenn sie nur irgendwo einen DJ dabei haben, aber diese rein additive Annäherung an Pop führt künstlerisch zu nichts."

  Gemeinsam mit dem Pianisten Markus Hinterhäuser verantwortet Zierhofer-Kin den zeitgemäßen Flügel im Festwochen-Musikprogramm, die zeit-zone. Seine Ausführungen klingen authentisch - und sein Ärger über die Ignoranz der Hochkultur glaubwürdig: "Die österreichische HipHop- und Elektronikszene wird im subventionierten Bereich nicht berücksichtigt,


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