Frohsinn ist Pflicht!


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über die Böswilligkeit von Kritikern, die Bildhaftigkeit von Trauerweiden und die Goldene Regel. 

Haben wir Österreicher einen Hang zu Selbstquälerei? Ich weiß, das heimatkundliche Klischee will es so. Ich weiß, das normalisiererische Gegenklischee hält das für Blödsinn. Die Frage lässt mir dennoch keine Ruhe. Warum schlägt fast alles zum Unguten aus, was unsere öffentlichen Kräfte anpacken? Oder stimmt das gar nicht, und alles Böse folgt nur aus der Bosheit von Kommentatoren wie mir, die einfach das Gute nicht wahrhaben wollen? Ich will jetzt gar nicht von Hans-Peter Martin reden, der - zwar weder als erster, noch allein - gegen das Spesennehmertum in Brüssel antritt. Er will eine saubere Verwaltung, sagt er. Ein besseres Europa, meint er. Wir glauben es ihm gern, aber was kommt dabei heraus? Mieser Populismus, antieuropäische Ressentiments.

Oder nehmen wir Bundeskanzler Schüssel. Er wollte Österreich reformieren und modernisieren, sagt er. Er

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