Armes Europa

Vorwort | PETER HUBER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

KOMMENTAR Wenn die EU nicht gegensteuert, wird es zu einer weiteren Polarisierung zwischen Arm und Reich kommen. 

Während der Trubel um die EU-Erweiterung noch kaum verdaut ist, stehen die nächsten "Großdiskussionen" bereits unmittelbar bevor. 2006 muss die europäische Strukturfondspolitik erneuert werden. Dabei wird auch entschieden, ob die Übergangsfristen im Bereich Arbeitsmarkt und Dienstleistungen verlängert werden. 2007 ist der früheste Zeitpunkt, zu dem die neuen Mitgliedsländer der Europäischen Währungsunion beitreten können. Abgesehen von den vielfältigen Möglichkeiten politischer Tauschgeschäfte, die durch diese Konstellation entstehen, sind diese Politikentscheidungen auch inhaltlich verknüpft. Ein einheitliches Währungsgebiet, in dem Arbeitsmarktwanderung ausgeschlossen ist, ist aus ökonomischer Sicht schwer vorstellbar. Eine erfolgreiche Umsetzung der EU-Regionalpolitik, die zu einer Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen alten und neuen Mitgliedsländern


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