Die Windhose

Politik | BERND DÖRLER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

EU-WAHL Hans-Peter Martin aus der Nähe. Ein Exkollege vom Nachrichtenmagazin "Spiegel" beschreibt den Neoparteigründer. Martins Spitzname in Hamburg: die Hose. 

Dies sind die schönsten Wochen im Leben von Hans-Peter Martin. Jeden Tag in den Schlagzeilen. Als EU-Rebell. Chefaufdecker. Privilegien-Terminator. Nun auch als Parteigründer mit Kim-Il-Sung-Statut. Wer jemals mit Martin näher zu tun hatte, zwickt sich in den Arm, um sicher zu gehen, dass er nicht träumt. Er denkt, gleich werden die Männer im weißen Kittel kommen, ihm sachte das Mikrofon entwinden und sagen: "So, Herr Martin. Genug gespielt für heute. Jetzt gemma zurück auf die Station. Gleich kommt der Doktor zur Visite."

  Aber es ist kein Traum. Hans-Peter Martin mischt gerade die Republik und deren politische Klasse auf. Parteistrategen rechnen ängstlich nach, wie viele Stimmen er sie bei den EU-Wahlen am 13. Juni kosten kann. Kriegt er 15 Prozent? Ein Mandat? Oder gleich mehrere?

  Längst wissen die Bürgerinnen


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