"Berlin ist noch nicht satt"

Politik | JULIA ORTNER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

METROPOLEN Der Berliner SPD-Bürgermeister Klaus Wowereit über schwule Politiker, die Versündigung an zukünftigen Generationen, Heurige und Häupl. 

Etwas eng waren die Leiberln schon, in die sich die beiden Herren bei der Life-Ball-Eröffnung zwängten. Michael Häupl zog sich das "Berlin"-Hemdchen trotzdem gut gelaunt über den Kopf, genauso wie Klaus Wowereit das "Wien"-Shirt. Ein Leiberltausch als gelebte Städtepartnerschaft der beiden sozialdemokratischen Bürgermeister. Der 50-jährige Wowereit, ein bekennender Schwuler, übernahm die wirtschaftlich marode Hauptstadt 2001 von den Konservativen. Ihre Probleme hat er noch nicht gelöst: Berlin ist immer noch bettelarm und verfilzt.

Falter: Sie waren am Wochenende beim Life Ball zu Gast. Warum müssen sich immer Homosexuelle um das Thema Aids kümmern?

Klaus Wowereit: Das müssen sie nicht, aber ich glaube, dass es wichtig ist, über dieses Thema zu sprechen. Aids ist noch immer eine tödliche Bedrohung - für Homo- und für Heterosexuelle.


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