Neuer Anlauf

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

PALAIS EPSTEIN Das ganze Haus bekommt Leon Zelman nicht, nun kämpft der Leiter des Jewish Welcome Service um ein paar Räume in dem Ringstraßenbau. 

Es geht uns nicht um ein Hinterstübchen im Keller, sondern um den Eingangsbereich und ein oder zwei Prunkräume im ersten Stock", sagt Caspar Einem. Gemeinsam mit Leon Zelman setzt sich der Europasprecher der SPÖ nun für eine "virtuelle Dokumentation" des jüdischen Lebens in Wien vor 1938 im Palais Epstein ein. "Zumindest das sind wir diesen Menschen schuldig", meint Zelman, der als Leiter des Jewish Welcome Service jährlich Dutzende Vertriebene empfängt, die ihrer Heimatstadt noch einmal einen Besuch abstatten.

  Jahrelang hatte Zelman für ein "Haus der Toleranz" in dem Ringstraßenbau gekämpft. Nach seinen Plänen hätte das Palais nach dem Auszug des Stadtschulrates "Gedenkstätte, Forschungszentrum und ein Ort der Begegnung" werden sollen. Doch die Mühe war umsonst. 1998 griff das Parlament zu und beschloss, das Epstein als


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