PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

Die Berichterstattung über den Life Ball war in fast allen Zeitungen so wie das Fest: Irgendwie eh in Ordnung, schön bunt, bloß tummelten sich auf den Zeilen wie auf dem Laufsteg zu viele uninteressante Promis. Nur das Format und die Kronen Zeitung stachen heraus, weil sie es schafften, den Sinn des Festes, HIV-Aufklärung zu betreiben und Geld für die Aidshilfe zu sammeln, nicht zu erwähnen. Format interessierte bei der Ankündigung der Party nur, "was die Biz-People am Life Ball tragen" und "wer mit wem beim Ball diniert". Die Krone, die dem Thema zwei Seiten widmete, verriet aber immerhin, dass der deutsche Schauspieler Til Schweiger "direkt von der Brot-gegen-Not-Gala aus Düsseldorf angereist" kam. Zu viel gefeiert hat am Samstag offenbar das Fürstensöhnchen Hubertus von Hohenlohe. Er schreibt im aktuellen TV-Media eine Art Gastkommentar "über die große Faszination royaler Hochzeiten im TV" und greift dabei zu einer Formulierung, die eher beim gemeinen Volk üblich ist: "Seien wir uns ehrlich." Er hätte besser seinen Cousin, den Kurier-Kolumnisten Karl Hohenlohe, anstelle eines TV-Media Redakteurs als Ghostwriter engagiert.


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