LIARS: NEO-NO-WAVE AUS NYC

Die totale Verweigerung

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

Die Liars klingen zwar ganz anders als Franz Ferdinand, weisen aber doch einige Gemeinsamkeiten mit den jungen schottischen Pophelden auf - und das nicht nur auf dem Sympathiebarometer. Denn auch das New Yorker Avantgarde-Rock-Trio orientiert sich unüberhörbar am popmusikalischen Untergrundgeschehen der Jahre 1979 bis 1981, jener Ära also, die als "Post Punk" in die Popgeschichtsbücher einging.

  Dass die Ergebnisse so unterschiedlich klingen, ist nur schlüssig: "Post Punk" steht weniger für einen spezifischen Sound als vielmehr für eine kreative Explosion und stilistische Hybridisierung. Während der klassische Punk vor allem als Wiedergeburt des Rock 'n' Roll aus dem Geiste von Dilettantismus, Herzblut, Geschwindigkeitsrausch und Nihilismus aufgetreten war, radikalisierte erst der Postpunk auch musikalisch jene Abkehr vom Althergebrachten, die Punk so emphatisch propagiert hatte. Als Plattform dafür dienten unzählige kleine Independentlabels.

  Ein knappes Vierteljahrhundert

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