"Bukarest ist Kontrast"

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 21/04 vom 19.05.2004

RUMÄNIEN In Bukarest präsentierte sich die Stadt Wien mit einem mehrtägigen Festival und legte dabei Wert auf ein zeitgemäßes Image. Das Johann-Strauß-Orchester reiste trotzdem mit. 

Quer durch den Parcul Cimigiu, Bukarests zentralen und ältesten Stadtpark, vorbei an Steinsäulchen und Marmorstatuen, dann beim Ententeich links - schon hört man erste Walzertakte. Das Wiener Johann-Strauß-Orchester spielt auf, ein halbes Dutzend Musikerinnen und Musiker in Frack und Spitzenkleid, stilecht arrangiert in einem hölzernen Jahrhundertwendepavillon. Das Publikum ist zahlreich, gut zweihundert Menschen drängen sich auf dem sonnigen Sandvorplatz und klatschen beim Radetzkymarsch bereitwillig im Takt.

  Schließlich bahnt sich eine kleine Gruppe ihren Weg nach vorn. Gendarmen schieben vorwitzige Kinder zurück, die ORF-Kamera geht in Stellung, dann betreten Michael Häupl und sein Bukarester Amtskollege, Oberbürgermeister Traian Basescu, das Podium. Jeder sagt ein paar Worte, von Freundschaft

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