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Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

Als Fotograf hat man es einerseits leicht, andererseits schwer. Leicht deswegen, weil die meisten Menschen praktisch alles mit sich machen lassen, sobald ein Fotograf das von ihnen verlangt (anziehen, ausziehen, deppert schauen ...). Schwer, weil es gerade unter den Menschen, die man gerne fotografiert, weil sie zum Beispiel berühmt sind, dann doch wieder relativ viele gibt, die das Fotografiertwerden gewohnt sind und jetzt eigene Vorstellungen haben. Sophie Rois zum Beispiel, Berliner Schauspielstar österreichischer Herkunft, will auf keinen Fall im Freien fotografiert werden (da ist es zu schön, zu bunt, zu freundlich, und man würde auf den Fotos dann nicht automatisch einen Teint wie 14 Tage alter Leberkäse haben - so irgendwie). Also macht Heribert Corn, als Rois dann doch noch auftaucht, seine Fotos ausschließlich in einem Kaffeehaus und legt dann die Fotos auch noch, wie verlangt, der Abgebildeten zur Auswahl vor - die sich dann ihrerseits vor allem von den Aufnahmen angetan


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