Terroristen und Wilde

Vorwort | STAN NADEL | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

AUSLAND Die Folter im Irak hat eine traurige Geschichte: Amerikaner misshandeln ihre nichteuropäischen Gefangenen seit 400 Jahren. 

Als amerikanischer Historiker freute ich mich über den ausgezeichneten Kommentar meines Kollegen Günter Bischof darüber, wie die Amerikaner Kriegsgefangene behandeln (Falter 20/04). Ich möchte ein paar Fakten hinzufügen, um das Thema in einen historischen Zusammenhang zu stellen: Schon als die ersten Kolonien in Nordamerika gegründet wurden, behandelten die europäischstämmigen Amerikaner ihre europäischen Feinde anders als Nichteuropäer; von Anfang an machten die englischen Kolonialherren große Unterschiede beim Umgang mit Gefangenen.

  Französische, holländische und spanische Gefangene behandelte man normalerweise so, wie es zu jener Zeit in Europa üblich war. Die Eingeborenen wurden hingegen massakriert oder versklavt. Sowohl die Abenteurer in der Kolonie von Virginia verhielten sich in ihrem Vernichtungskrieg gegen die Konföderation der


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