Freiwillige vor!

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

SOZIALDIENST Der Zivildienst wird verkürzt. Das werden die Hilfsorganisationen verkraften. Doch wer macht die Arbeit, wenn das Berufsheer kommt? 

Angelika Weber ist erst 19 Jahre alt, sie kann aber viel über den Alltag in den Zwanzigerjahren oder die Schrecken des Krieges erzählen. Denn die meiste Zeit hört sie einfach zu. Mehr als 37 Stunden in der Woche schenkt die Maturantin den Bewohnern des Altersheimes St. Carolus in Wien-Währing ihre Aufmerksamkeit.

  Als Lohn für ihre Arbeit bekommt Weber Kost und Logis im Altersheim sowie ein Taschengeld von 168 Euro im Monat. In einer Stadt, in der die Monatskarte für die U-Bahn 45 Euro kostet, kommt man damit nicht weit, deshalb unterstützen sie auch ihre Eltern. Aber die Steirerin bekommt noch mehr: den Dank der Alten und Praxis in ihrem Traumjob Sozialarbeiterin. Weber verbessert mit ihrem "freiwilligen sozialen Jahr", das im Juli zu Ende geht, ihre Chancen, an der Fachhochschule für Sozialberufe aufgenommen zu werden. "Ich würde


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