PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

In letzter Zeit häufen sich in einigen Zeitungen und Magazinen Tratschgeschichten über und Anspielungen auf Affären, die sich angeblich im Grätzel zwischen der Löwelstraße, dem Ballhausplatz und dem Ring angebahnt haben. Wer mit wem und so. Aus diesem Anlass ein paar alte Regeln des österreichischen Journalismus zur Erinnerung: 1. Das Privatleben von Politikern sollte tabu sein. 2. Ausgenommen sind a) Politiker, die ihr Liebesleben selbst zum Thema gemacht oder ihre Familie im Wahlkampf verkauft haben, sowie b) Handlungen, die gegen die Gesetze verstoßen, und c) Taten, die in eklatantem Widerspruch zur Linie des jeweiligen Politikers stehen. 3. Wenn man über pikante Gerüchte schreibt, dann nützt es wenig, wenn man sie in der nächsten Zeile dementieren lässt oder sie in das Reich der Fantasie verweist. Erwähnt ist erwähnt. Das Gerücht verbreitet sich munter weiter, der Schreiber macht sich zum Instrument der Intriganten. Deshalb kann ich Ihnen, falls Sie nun neugierig geworden sein sollten, jetzt leider nicht verraten, worum es hier eigentlich geht, denn dann säße ich ja schon mit in der Falle.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige