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Kultur | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

Wenn einer einen Bestseller landet, dann will man wissen, was er vorher schon alles geschrieben hat. Das ist auch bei Theaterautoren nicht anders. Mit seiner vom G8-Treffen in Genua (bei dem ein Globalisierungsgegner getötet wurde) inspirierten Gesellschaftsparabel "Peanuts" war der italienische Schauspieler und Regisseur Fausto Paravidino schnell in aller Munde. Es war bereits sein siebentes Stück, aber erst mit den Unruhen beim Weltwirtschaftsgipfel in seiner Heimatstadt hatte der Autor die Politik entdeckt; bis dahin waren Familie und junge Menschen in der Krise seine Themen gewesen.

  Eines dieser "Frühwerke" - Paravidino wurde 1976 geboren - ist jetzt im Theater Drachengasse (bis 26.6.) zu sehen. "Zwei Brüder" aus dem Jahr 1998 ist ein WG-Stück mit allen Untiefen des studentischen Zusammenlebens: Damenbinden liegen im Waschbecken, niemand geht einkaufen, und zwei Brüder, die durch dick und dünn gehen, werden durch ihre Liebe zur einer chaotischen Mitbewohnerin beinahe entzweit.


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