Megafon und Mikroton

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

FESTWOCHEN MUSIK Trotz Problem gelungen: Im Ronacher präsentierte Johannes Maria Staud mit "Berenice" seine erste Oper. 

Johannes Maria Staud ist ein bemerkenswerter Komponist. Gar nicht unbedingt deswegen, weil er soeben, mit grade mal dreißig Jahren, bei den Festwochen seine erste abendfüllende Oper vorgestellt hat. Der Hang der Tonsetzer, auch der jungen, zum Musiktheater ist selbst 400 Jahre nach dessen eigentlicher Erfindung ungebrochen, viele Arbeiten werden nach wie vor auf die Bühne gebracht. Die meisten davon - das ist kein Unterschied zu vergangenen Jahrhunderten - hätten freilich noch ein bisschen Reifezeit vertragen. Was, streng genommen, auch für Stauds Erstling "Berenice" gilt.

  Und doch wurde im Ronacher eine kompositorische Schlüssigkeit im Umgang mit den Ausdrucksmitteln der Oper deutlich, wie sie gerade bei Erstlingswerken selten zu erleben ist. Keine Minute Musik des eineinhalbstündigen Werks wirkt mühsam dem grüblerischen Geist auf seiner Suche nach dem


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