Der Mann auf der Straße

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

MUSIK Auch auf seinem zweiten Album verkörpert Mike Skinner alias The Streets überzeugend den Dichter der kleinen Leute. Aber wenn der englische Rapper weiter so erfolgreich ist, könnte er bald ein Credibility-Problem kriegen. 

Als der Falter-Reporter Mike Skinners Stammpub in einem wenig repräsentativen Winkel Südlondons betritt, ist der Künstler gerade in ein Tischfußballspiel mit dem Promotionagenten seiner Plattenfirma vertieft. "Einen Moment noch, wir sind gleich fertig", murmelt er. Wenige Sekunden später ein kullerndes Geräusch, gefolgt von einem satten "Klunk!", und Mike Skinner erklärt sich gesprächsbereit.

  Bevor er sich in einen der Ledersessel fallen lässt, befreit er sich noch umständlich von seinem Karopullover und entschuldigt sich wortreich für sein ungebügeltes Lacoste-Hemd: "Ich hatte nicht erwartet, dass ich mir heute den Pulli ausziehen muss." Getreu der englischen Working-Class-Tradition legt Mike Skinner alias The Streets viel Wert auf sein makelloses


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