Little Big Man

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

FILM Der gebürtige Österreich-Ungar Peter Lorre bereicherte Klassiker wie "M" oder "Casablanca" mit seinem markanten Gesicht. Eine Filmschau, ein Buch und ein Symposion würdigen den hundertsten Geburtstag des Jahrhundertschauspielers. 

Der kleine, dickliche Mann im Wollanzug steht an der Reling eines Schiffes und knetet die Krempe seines Herrenhutes. Mit verschwitztem Gesicht, ein verlegenes Lächeln auf den Lippen, fragt er - in europäisch gefärbtem Englisch - einen Steward nach Feuer: "Äckskjuhs mi, kudt ei ähsk ju vor äh mätsch?" Als der Angesprochene reagiert, bricht der kleine Mann in ein strahlendes, stolzes Lächeln aus: "Danke, ich rauche nicht, ich übe nur mein Englisch. Denn wissen Sie, ich bin nach Amerika gekommen, um hier zu arbeiten!"

  Die Eröffnungsszene eines kleinen Gangsterdramas aus dem Jahre 1941: "The Face Behind the Mask" (inszeniert von Robert Florey, selbst Europäer in Hollywood) erzählt die Geschichte des ungarischen Uhrmachers und Feinmechanikers


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