Cool wie kalter Bauer

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

FILM Roland Emmerichs Eiszeit-Katastrophenfilm "The Day after Tomorrow" bringt New York zum Verschwinden und die USA auf die Knie. 

Drei Engländer prosten einander in Erwartung ihres baldigen Erfrierungstodes mit Whisky zu: "To England!", sagt der erste, "to mankind!" der zweite. Sagt der dritte: "To Manchester United!" Der Gag aus "The Day after Tomorrow" bringt die drei Register auf den Punkt, in denen der neue Film des Regisseurs von "Independence Day", "Godzilla" und "The Patriot" uns aufspielt: das Register von Politik und Nation (England), jenes des Menschlichen und "Natürlichen" (mankind) und jenes von Popkultur und Ironie (Manchester United).

  Blickt man auf Mensch und Natur, so erscheinen Ersterer und dessen Werk klein inmitten Zweiterer: winzige Freiheitsstatue vor Flutwelle, winzige Leute vor rasender Kaltfront. Letztere macht alles Leben jäh zu Eis und etliche Überstunden am Trick-Computer anschaulich. Wölfe hetzt die Natur auch einmal auf kleine Helden, aber das ist


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