Memories are made of this

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

FILM Michel Gondrys Sci-Fi-Romanze "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" ("Vergiss mein nicht") ist die erfreulichste Gehirnwäsche des Kinojahres. 

Buchrücken verlieren plötzlich ihren Aufdruck, Straßenzüge verlaufen mir nichts, dir nichts im Kreis; Häuser verfallen im Sekundentakt, während rings um den Erzähler herum überall das Licht verlöscht. Die Zeit ist aus den Fugen: Eine Liebesgeschichte wird im Rückwärtsgang erzählt, und mit dem Ende jedes Abschnitts im Leben des Paares verschwindet eine/einer der beiden aus der Geschichte. Kurzum: Spätestens in der Hälfte von "Eternal Sunshine of a Spotless Mind" kennt sich keiner mehr aus, weder das Publikum noch das verwirrte Pärchen Joel und Clementine, das mit zunehmender Hektik gegen das Vergessen anläuft.

  "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" (der deutsche Titel "Vergiss mein nicht" ist tatsächlich zum Weghauen), geschrieben von Charlie Kaufman ("Being John Malkovich", "Adaptation") und inszeniert vom französischen


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