Kunst kurz

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

KUNST Im gesellschaftskritischen Klima der Sechzigerjahre wandten sich einige Künstler von der Kunst ab - wie eine Ausstellung im Mumok belegt. 

Der Musiker Syd Barrett verließ nach nur drei Jahren die Band Pink Floyd. Der Schachspieler Bobby Fischer verschwand nach dem überraschenden Gewinn der Weltmeisterschaft 1972. Die Entscheidungen der beiden lösten starke Reaktionen aus, wurden als Verweigerung und künstlerische Konsequenz ausgelegt. Der authentische Künstler ist der, der sich dem Betrieb entzieht: Syd Barrett und nicht David Gilmore, Bobby Fischer und nicht Anatoli Karpow. In der Ausstellung "Kurze Karrieren" im Museum Moderner Kunst sind es Künstlerinnen und Künstler aus den Sechziger- und Siebzigerjahren, die sich vom Betrieb verabschiedeten. Paradoxerweise werden sie gerade für das geehrt, womit sie nichts mehr zu tun haben wollen.

  "Vermeide es Schritt für Schritt, bei offiziellen Uptown-Ereignissen, die mit der Kunstwelt zu tun haben, anwesend zu sein", schrieb


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