Dem Himmel so nah

Stadtleben | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 22/04 vom 26.05.2004

NAHERHOLUNG Der Böhmische Prater, der kleine und ärmliche Bruder des Wurstelpraters, bietet Blattwerk, Biere und Blicke, für die man schon mal Danke sagen kann. Eine haltlose Hommage. 

Will man das Erholungsgebiet Laaer Wald, eine der schönsten wasserfernen Gegenden Wiens, aufsuchen, bieten sich zwei Wege an. Wer gerne mit dem Strom schwimmt, verlässt die Linie sechs bei der Station Absberggasse, geht zwischen den Backsteinbauten der Anker-Brot-Fabrik und semideprimierenden Manifestationen sozialen Wohnbaus, vorbei an den Plakatwänden, von denen entweder die Mitglieder der Lutz-Familie oder österreichische Skifahrer herabblicken, und gelangt dann, unter der Unterführung mit dem "Doris ich liebe dich"-Graffiti hindurch direkt in den Böhmischen Prater.

  Wer es lieber etwas abenteuerlicher hat, fährt mit dem Sechser noch eine Station weiter in die Geiselbergstraße und geht die Geiereckstraße hinauf, wo die Bewohner der oberen Stockwerke den Autofahrern auf der Südosttangente


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