"Ich bin kein Genie!"

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

TYPOGRAFIE Er entwarf Schriften für Microsoft, "Newsweek" und das amerikanische Telefonbuch. Im "Falter" erklärt der renommierte englische Schriftgestalter Matthew Carter, warum er mit Katastrophen Geld verdient und Bill Gates sein Kunde ist. 

Ohne ihn würden die meisten Computerdateien ausschauen, als wären sie von einem Virus befallen. In Zeitungen, Büchern und Magazinen würden große Lücken klaffen. Matthew Carter, 67-jähriger Brite mit Wohnsitz in Boston, USA, entwarf einige der populärsten Schriften der Gegenwart; ihn selbst kennt kaum wer. Das Schriftdesign ist ein Kernbereich der Creative Industries. Schriftgestalter sorgen dafür, dass sich Firmennamen und Filmtitel einprägen, Schlagzeilen ins Auge springen und Romantexte fließen; sie selbst bleiben meist unsichtbar.

Auch das digitale Zeitalter hat die Meister der schwarzen Kunst nicht arbeitslos gemacht. Die Käufer des Betriebssystems Windows bekommen eine Reihe kostenloser, neu entwickelter Schriften mitgeliefert. Eine


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