"Der Kanzler ist kurzsichtig"

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

EU-WAHL Die FPÖ hieß ihn einen "Vaterlandsverräter", die ÖVP kann sich einen Untersuchungsausschuss gegen ihn vorstellen. Nun dreht SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Swoboda den Spieß um und greift die Regierung an.

Angefangen hat wieder einmal Jörg Haider. Der Kärntner Landeshauptmann hieß den Spitzenkandidaten der SPÖ für die EU-Wahl, Hannes Swoboda, vor eineinhalb Wochen einen "Kriminellen" und "Vaterlandsverräter". Haider wollte Swoboda wegen eines vier Jahre alten Mails an alle EU-Mandatare das Recht gewählt zu werden entziehen. In dem Brief hatte Swoboda Verständnis für die EU-Sanktionen gegen die damals neue schwarz-blaue Regierung gezeigt, gleichzeitig aber darum gebeten, die Kontakte zu Österreich nicht einzuschränken.

  Swoboda - sein Markenzeichen sind rote Augengläser - reagierte zunächst verhalten auf diesen Vorwurf. Doch dann entschloss sich auch Kanzler Wolfgang Schüssel, den Brief "wirklich empörend" zu finden und wünschte sich Abgeordnete in Brüssel, die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige