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Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

INTRIGEN Vor wichtigen Postenbesetzungen geistern sie als ewige Kandidaten durch die Medien: Uniprofessoren, unabhängige Experten, ehemalige Parteipromis. Doch meist dienen die nur als Kanonenfutter. 

Für Ewald Nowotny scheint dieser Tage alles möglich. Dauernd betont Alfred Gusenbauer, dieser Mann gehöre zum neuen Rechnungshofpräsidenten gekürt. Auch für einen demnächst vakanten Posten in Brüssel fällt Gusenbauer angeblich nur ein Name ein: Nowotny, Nowotny und noch mal Ewald Nowotny. Dieser würde doch einen hervorragenden Kommissar aus Österreich abgeben, schwärmen längst auch alle anderen Genossen bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

  Doch der rote Multiprätendent selbst fühlt sich mittlerweile alles andere als geschmeichelt. Im Gegenteil, er wirkt schon leicht verzweifelt. Ewald Nowotny, Finanzwissenschaftler, Vizerektor der Wirtschaftsuni, Exvizepräsident der Europäischen Investitionsbank und einst Abgeordneter der SPÖ, gelobt, "überhaupt keinen Veränderungsbedarf"


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