Therapie für die Linke

Kultur | FRANK HARTMANN und KLAUS TASCHWER | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

PHILOSOPHIE Peter Sloterdijk, wortmächtiger Popstar unter den deutschen Philosophen, hat eben seine anspruchsvolle "Sphären"-Trilogie fertig gestellt. Mit dem "Falter" spricht er über die Wohlstandsdämmerung, die Notwendigkeit, Dostojewski wieder zu lesen, über das "Empire" und die Zukunft Europas. 

Der Denker auf der Bühne", so lautet der Titel eines seiner zahlreichen Bücher. Damit war zwar sein schnauzbärtiger Philosophen-Kollege Friedrich Nietzsche gemeint, doch er selbst wäre damit ganz gut beschrieben. Peter Sloterdijk eroberte die Bühne der intellektuellen Öffentlichkeit im Sturm: 1983 erschien sein Debüt, die zweibändige "Kritik der zynischen Vernunft" (1983) und wurde zum Kultbuch einer Generation. Für besonders heftige Debatten sorgte der mediengewandte Formulierungskünstler vor fünf Jahren mit seiner Rede "Regeln für den Menschenpark", in der er seine nicht ganz unmissverständlichen Vorschläge für den Umgang mit der Gentechnik vorlegte. Sloterdijk ist Rektor


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