Für immer jetzt

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

LITERATUR Seinem soeben fünfzig gewordenen Jungautor Rainald Goetz schenkte Suhrkamp neben einer schmucken Werkkassette ein eigenes Symposium - dem der Jubilar aus guten Gründen fernblieb. 

"We'll never stop living this way."

(Westbam/Rainald Goetz)

Geburtstagsgeschenke von entfernten Bekannten sind eine unnötige und in der Regel peinliche Angelegenheit. Vor allem für den Jubilar, mit dem es alle nur gut meinen. Was viele gern tun würden, aber kaum jemand wagt, erlaubte sich dieser Tage einer der besten Autoren deutscher Sprache: Rainald Goetz hat es vorgezogen, an seiner eigenen - als "Erstes internationales Rainald-Goetz-Symposium Goetz 50" getarnten - Geburtstagsfeier lieber nicht teilzunehmen. Die Vorstellung, mit besessenen Fans und nicht minder besessenen Forschern zusammenzutreffen, muss dem Öffentlichkeitsscheuen, der sich einst beim Falter-Interview (siehe 17/00) nur aus sicherer Paparazzo-Entfernung fotografieren ließ, in mittlere Panik versetzt haben.

  Dass es überhaupt


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