Lost in Translation

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

FILM In "Il mare et la torta" reist der österreichische Videokünstler Edgar Honetschläger schwelgerisch durch die Räume und Zeiten Siziliens. 

Eine Off-Stimme erzählt, wie das römische Imperium Karthago ausgelöscht hat: durch das Diktat von Friedensbedingungen, deren Unerfüllbarkeit den Vorwand für den Vernichtungskrieg bot; dies geschah auf Betreiben der "Falken im Senat". Im Bild kreisen Vogelschwärme (wohl keine Falken) am Himmel.

  Eh klar, Falken, die unter Vorwänden Wüstengefilde erobern: Edgar Honetschlägers Videoessay "Il mare et la torta" nutzt implizites Amerika-Bashing als Mittel, um phänomenale Räume und Geschichtspädagogik mit "politischer Aktualität" aufzuladen. Später beklagt eine Frau auf einer Müllhalde, dass die Mafia alles ruiniert; danach sinniert ein Mann, Sizilien werde zum "garbage ... poubelle ... of the Empire". "The American Empire?", fragt die Stimme hinter der Kamera im Plauderton.

  Auch ältere Reiche und Eroberungen, mit Betonung auf


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