STREIFENWEISE

Kultur | DREHLI ROBNIK, MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

So gern würden wir den Horror erleben, das große "Jetzt" von Schauder, Schock und Ekel; allein, wir sind im "Haus der 1000 Leichen" doch stets zu früh oder zu spät. Zu früh, weil das Regiedebüt von Schlock-Rocker Rob Zombie endlos verheißt, dass es gleich ganz arg und aus dem Spaß blutiger Ernst werden wird; zu spät, weil der Film doch immer nur Bilder aus besseren Zeiten herbeizitiert, als all das womöglich noch echt grauslich war und nicht nur ein Halbspaß für Retrokultisten. Teenies in den Klauen eines Psychokillerklans: In der Tradition von "Texas Chainsaw Massacre" oder "Blood-Sucking Freaks", unter Verheizung von Karen Black und mehr als tausend Regieeinfällen holpert der Film dahin, als Schulprojektwochenvariante eines Marilyn-Manson-Clips, unbeholfen in Spiel und Montage, bisweilen mit nett gebastelter Ausstattung. Am Ende wird das Morden sadistisch, für die Synchronisation gilt dies von Anfang an. So schlecht, dass es schon wieder schlecht ist.

  "Die Zukunft der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige