Das Schema Q

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

FESTWOCHEN THEATER Der Wiener Autor-Regisseur Robert Quitta bereitet seine 43. Premiere in 15 Jahren vor: "Molière stirbt" ist die bisher aufwendigste Produktion einer bemerkenswert konsequenten Karriere. 

Für alle, die noch nie ein Stück von Robert Quitta gesehen haben (obwohl es weiß Gott genügend Gelegenheiten gab!), muss man zunächst einmal sagen, dass Quitta-Stücke sich von handelsüblichen Dramen grundlegend unterscheiden. Zu erkennen sind sie an folgenden Merkmalen:

1. Quitta-Stücke dauern nie viel länger als eine Stunde.

2. Quitta-Stücke behandeln fast immer entscheidende Momente in den Biografien von berühmten Personen aus Welt- oder Kunstgeschichte.

3. Quitta-Stücke bestehen beinahe ausschließlich aus bereits vorhandenem Textmaterial. ("Es gibt genügend gute Texte", findet Quitta. "Man muss sie nur richtig zusammenstellen.")

4. Quitta-Stücke spielen häufig an theaterfremden Orten. (Schauplätze waren bisher unter anderem ein Sonnenstudio, der Wiener Eislaufverein,


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