FRAUENHANDEL IN WIEN

"Wie die Tiere"

Stadtleben | FLORIAN KLENK | aus FALTER 23/04 vom 02.06.2004

Neulich gab es in einem rumänischen Provinzblättchen wieder eine dieser seltsamen Meldungen zu lesen. Zwei Mädchen aus dem Dorf Cluj (Ort geändert, Anm. d. Red.), so berichtete das Blatt "exklusiv", würden im fernen Wien großes Geld im Sexbusiness machen. Der Bericht ist mit Nacktfotos der Frauen illustriert. Er liegt nun am Schreibtisch eines Rotlichtfahnders, der nicht genannt werden will. Er kennt die Frauen. Es sind Opfer von Frauenhandel. "Sie haben nichts verdient, sondern ihre Existenz verloren. Sie können sich in ihrem Dorf nie wieder sehen lassen." Das war Absicht: "Solche Berichte in Lokalzeitungen werden immer wieder von Frauenhändlern lanciert und bezahlt, um Mädchen einzuschüchtern, die gegen ihre Peiniger aussagen wollen."

  Manchmal sprechen die gedemütigten Frauen doch, dann erhält die Polizei Einblicke in Abgründe: Vorvergangene Woche wurde wieder einmal ein Frauenhändlerring ausgehoben. Frauenhändler hatten 150 Mädchen aus Weißrussland im Edelpuff zur


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