The Day after

Vorwort | CHRISTIAN FELBER | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

KOMMENTAR Der Klimawandel beschäftigt mittlerweile Hollywood und Pentagon. Was tut Österreich? 

1997 war Umweltminister Martin Bartenstein noch ehrgeiziger Klimaschützer: Er wollte erkämpfen, dass die gesamte EU ihre Treibhausgasemissionen um ein Viertel reduziert. Das wurde im Kioto-Prozess zwar auf minus acht Prozent (EU) und minus 13 Prozent (Österreich) zusammengedampft, Bartenstein schwor aber, "jedenfalls am nationalen Klimaschutzziel festzuhalten und mit zusätzlichen Maßnahmen auch das Toronto-Ziel (minus 20 Prozent gegenüber 1988) zu erreichen".

  Heute, wenige Jahre später, könnte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein die Rolle des Bösen im Klimakatastrophenfilm "The Day after Tomorrow" spielen. Er stellte nicht nur das Kioto-Ziel auf EU-Ebene infrage, sondern fiel auch dem jetzigen Umweltminister, Josef Pröll, in den Rücken, als dieser die heimische Industrie zu bescheidener Reduktion verpflichten wollte. Bartensteins liebstes Totschlagargument: Die Industrie drohe


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