"Renaissance linker Ideen"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

WIRTSCHAFT Die linke Symbolfigur Oskar Lafontaine über den europäischen Virus Neoliberalismus, den scheinbaren Masochismus der Wähler, verlogenes Neudeutsch und das Scheitern von Rot-Grün in Deutschland. 

So richtig berühmt wurde er durch seinen Abgang: Im März 1999 warf Oskar Lafontaine, Chef der SPD und Finanzminister der rot-grünen Regierung in Deutschland, überraschend das Handtuch. In nur vier Monaten Amtszeit hatte sich der als Egomane verschriene Saarländer jede Menge Feinde gemacht, am meisten Knatsch gab es mit Bundeskanzler Gerhard Schröder. Während Schröder einen "dritten Weg" zwischen ungezügeltem Kapitalismus und staatsgläubigem Sozialismus propagierte, bekannte Lafontaine offen: "Das Herz schlägt links."

  Als Polit-Pensionist attackiert er folglich immer wieder heftig die "Modernisierer" in den rot-grünen Reihen - als "Trottel des Neoliberalismus" oder "Renegaten und Parvenüs". Zu kritisieren hat Lafontaine nicht nur in Deutschland viel. In ganz Europa


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