"Unser Hundesohn"

Politik | ARMIN THURNHER | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

NEUES BUCH Eric Freys "Schwarzbuch USA" ist eine gründliche, materialreiche Geschichte der ambivalenten, allein herrschenden Weltmacht. 

Schwarzbücher über die Tätigkeit der USA gibt es genug. Nun hat Eric Frey, Politologe, Wirtschaftsjournalist und Chef vom Dienst des Standard, sein "Schwarzbuch USA" vorgelegt. Es weist gegenüber handelsüblichen Schwarzbüchern zwei Besonderheiten auf: Erstens ist das Motiv seines Autors keineswegs plumper Antiamerikanismus. Frey hat längere Zeit in den USA gelebt, dort studiert und als Gastprofessor gelehrt. Es ist anzunehmen, dass seine Aufzählung US-amerikanischer Schandtaten nicht durch die Aggression eines geifernden Gegners, sondern eher durch die Zuneigung eines enttäuschten Freundes motiviert wurde.

  Zweitens beschränkt sich Freys Buch nicht auf die jüngere Gegenwart des US-amerikanischen Imperiums. Er legt vielmehr auf gut 500 Seiten eine Art amerikanischer Geschichte vor; dem Titel gemäß eine Geschichte der Schattenseiten dieser


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