Kommentar a

Wiener Lustspieltheater: Hirschal-Bluesa

WOLFGANG KRALICEKh | Kultur | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

Adi Hirschal hat also ein Theater bekommen. Der beliebte Volksschauspieler (Komödienspiele Laxenburg, "Kaisermühlen-Blues"), Sänger ("Strizzilieder") und Intendant (Theatersommer Haag) ist jetzt auch künstlerischer Leiter des "Wiener Lustspielhauses". Die mobile, bunt bemalte Bühne wird von Ende Juli bis Anfang September an drei verschiedenen Orten der Stadt (Am Hof, Laaerberg, Wallensteinplatz) aufgestellt. Auf dem Programm steht die Shakespearebearbeitung "Wiener Sommernachtstraum"; unter Hirschals Regie spielt die nicht mehr ganz erste Garde Wiener Schauspielkunst (prominentester Name: Brigitte Neumeister, "Kaisermühlen-Blues").

Gegen ein Sommertheater für die Außenbezirke ist im Prinzip nichts einzuwenden, außer vielleicht, dass schon das Volkstheater in den Außenbezirken den etwas muffigen Ruf eines kommunalpolitischen Relikts genießt (und dass Am Hof nicht in den Außenbezirken liegt). Wie immer, stellt sich nur die Frage, was der Spaß kostet und wer dafür bezahlen soll.

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