Eine Kapelle für Proust

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Kultur | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

FESTWOCHEN THEATER "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" gehört zu den großen ungelesenen Werken des 20. Jahrhunderts. Der Rotterdamer Regisseur Guy Cassiers bringt den Romanzyklus an drei Abenden auf die Bühne. 

Nein, sagt Regisseur Guy Cassiers, Standing Ovations gäbe es auch in Holland nur ausnahmsweise. Bei der Bearbeitung von Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" durch das Rotterdamer ro theater hält es das Publikum aber selten auf den Sitzen: Das Mammutprojekt wird von Kritikern, Zuschauern und Literaturpäpsten gleichermaßen frenetisch bejubelt. Die ersten drei von vier geplanten Teilen sind bei den Wiener Festwochen erstmals zusammenhängend zu sehen.

  Prousts Romanzyklus (sieben Bände, ca. 4000 Seiten) ist für viele das wichtigste Stück Literatur des 20. Jahrhunderts. Er handelt von der Vergänglichkeit, der Vorstellungskraft und der Erinnerung. "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist die Geschichte eines jungen Mannes, Marcel, der die Welt

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