Schwul, na und?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

FESTWOCHEN TAGEBUCH Woche fünf: ein Russe im 34er-Jahr, Mozart andersrum, eine Entdeckung im Schauspielhaus und Peter Zadek mit zu großem Orchester. 

Zur Festwochen-Zeit ist der "Falter"-Theaterkritiker im Dauereinsatz: Fast jeden Abend ist was. Weil er aber nicht den ganzen Kulturteil voll schreiben kann, berichtet er in Tagebuchform von seinen Erlebnissen.

Mittwoch, 2. Juni Zum dritten Mal en suite ist der Russe Jewgenij Grischkowez bei den Wiener Festwochen zu Gast. Für den 1934-Schwerpunkt im Rabenhof hat er sich mit der Materie auseinander gesetzt und das Solo "Onkel Otto ist krank" geschrieben. Der Mann mit dem traurigen Gesicht betont vielleicht etwas zu oft, dass es sich um eine Auftragsarbeit handelt, zieht sich aber gewohnt charmant aus der Affäre. Nach einer langen, hochkomischen Einleitung wendet sich Grischkowez schließlich doch noch den Februarkämpfen des Jahres 1934 zu, wobei er einige sehr bildhafte Szenarien entwirft (stellen Sie sich vor, Sie sitzen am 12. Februar


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