Nach dem Ruhestand

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

FILM New Braunsfels, USA, im Wurstfesttaumel: In "Schultze gets the blues" macht der deutsche Regisseur Michael Schorr einen auf Kaurismäki. 

Schultze macht nicht viele Worte. "Schön", sagt er, als seine Kumpels aus dem Bergwerk ihn mit einem Ständchen und einem Stein mit Lampe innen drin in den Vorruhestand verabschieden. Dann radelt Schultze nach Haus; poliert die Gartenzwerge, hockt mit Zigarre und Bier auf der Hollywoodschaukel, geht mit Freunden zum Angeln, besucht seine Mutter im Pflegeheim.

  "Schultze gets the blues" erzählt von einem, der sein ganzes Leben gearbeitet und plötzlich alle Zeit der Welt hat. Horst Krause, als Gesicht aus Fernsehkrimis bekannt, spielt ihn: träge und bescheiden und der Welt leicht entrückt. Schultze ist nicht bloß ein Name, der Schultze des Films vielmehr ein Symptom - für die Krise "typisch" deutscher Gemütlichkeit.

  Schon der Senior war Mitglied des Musikvereins "Harmonie" e.V. Anlässlich der Feier zum Fünfzigjahrjubiläum will Schultze


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