STREIFENWEISE

Kultur | KLAUS NÜCHTERN, MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

Joanne K. Rowling hält "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" für die bislang gelungenste Verfilmung. Vielleicht ist dafür der Roman selbst stärker verantwortlich als Neo-Potter-Regisseur Alfonso Cuarón ("Y tu mamá también"), der den dritten Teil mit seinen grusig-gesichtslosen Dementoren (den Ringgeistern aus der "Herr der Ringe"-Verfilmung nicht unähnlich) in entsprechend düsteres Licht getaucht hat. In diesem geht dann auch der vorgezogene Show-down zwischen zwei bis fünf Zauberern - alle von abgründigem oder zumindest ambivalentem Charakter - über die Bühne. Dass Professor Lupin, eine der besten und sympathischsten Figuren des Potter-Zyklus, mit dem grandiosen David Thewlis besetzt wurde, ist der größte Pluspunkt des neuen Films. Timothy Spall als dental und Emma Thompson als visuell herausgeforderte Zauberer haben Cameo-Auftritte, Gary Oldman als gepeinigter und entflohener Co-Titelheld einen späten und leider nicht allzu ergiebigen. Darin liegt auch das Problem


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige