Willkommen im Dschungel

Kultur | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

MUSIK Zehn Jahre nach Kurt Cobains freiwilligem Ende erheben Guns N'Roses, die jetzt auch Velvet Revolver heißen, wieder ihr schreckliches Haupt. 

Das Timing stimmte. Kaum hatte man vor wenigen Monaten den zehnten Todestag jenes Mannes begangen, der Axl Rose einst vom Superstar-Thron stieß, veröffentlichten Guns N'Roses eine neue CD. Die lange Pause seit dem Totalflop "The Spaghetti Incident?" (1993) war freilich weniger der Pietät gegenüber Kurt Cobain geschuldet als vielmehr der Tatsache, dass die Rockband der späten Achtziger, deren Regenten man damals für einen charismatischen Frontman hielt, nichts mehr auf die Reihe bekam, am wenigsten die Finalisierung des seit Menschengedenken angekündigten Werks "Chinese Democracy". Und so handelt es sich bei dem neuen Lebenszeichen denn auch nur um eine "Greatest Hits"-Platte.

  Worauf niemand gefasst war: Der Best-of-Silberling wurde zum Renner und parkt seitdem ganz vorn in den Charts aller Herren Länder. Wirklich erklären, ohne

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