Alles Fotzen außer Mutti

Kultur | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

MUSIK Der Berliner Underdog Sido rappt über ein Plattenbauleben zwischen Geld, Sex, Gewalt und Drogen. Moralapostel jammern, die Kasse klingelt. 

Auf Rapplatten dienen Intros meist dazu, die außerordentliche Geilheit des nun Folgenden zu beschwören. Sido legt die Sache etwas anders an. Er eröffnet sein Album "Maske" mit einem gerappten Interview und macht darin gleich eingangs vieles klar.

  Seine Texte schreibe das Leben, erzählt der stets mit einer silbernen Maske auftretende Berliner. Gelernt habe er lediglich zu rappen - und zu feiern auf Tabletten. Drogen nehme er so ziemlich alle; und er denke dabei auch nie an seine Gesundheit: "Ich sorg einfach dafür, dass die Welt immer bunt bleibt!" Wer sich hier an Eminem erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch: Wie der amerikanische HipHop-Superstar gilt auch Sido als Skandalrapper, und wie beim berühmten Original kommen inhaltliche Schweinereien auch bei ihm in derart einnehmender und unterhaltsamer Form daher, dass man nur schwer


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