Songs wie kleine Kriege

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

LONDON SOUNDFILES In den bombastischen Soundschlachten von Hope of the States findet die behütete britische Jugend ihren Soundtrack zum Krieg da draußen. 

In manchen Abteilungen herrschten Szenen, die mit den Schrecken der Nazi-Konzentrationslager wetteiferten", schrieb Albert Deutsch 1948 in "The Shame of the States", einer Sammlung seiner Reportagen über den Zustand amerikanischer Nervenheilanstalten. Mit seinen erschütternden Beschreibungen ausgemergelter, nackter Patienten, die zu Hunderten in verdreckte Hallen gepfercht wurden, löste der Historiker und Journalist ernste Debatten über den Zustand der Psychiatrie aus. Runde vierzig Jahre nach seinem Tod sollte sich eine Band aus einer südenglischen Kleinstadt von seinem Werk zu ihrem Namen inspirieren lassen - selbst wenn sie sich nicht die "Schande der Staaten", sondern deren Hoffnung nannte: Hope of the States.

  "Praktisch jeder unserer Songs dreht sich um die greifbare Hoffnung auf ein Licht am Ende des Tunnels", verkündet


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