STADTRAND

Startbahn Süd

Stadtleben | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

Kann man jetzt, bitte schön, wieder damit aufhören, sich künstlich über den neuen Schwarzenbergplatz aufzuregen? Die vielen "unübersichtlichen" Laternen und Strommasten für die Bim hat's nämlich vor dem Umbau auch schon gegeben. Und bis auf ein kleines Blumenhügelchen war auf dem Platz zwischen Ring und Russendenkmal vorher auch nicht viel mehr Grün. Es ist nämlich so: Wir leben in einer selten grünen Stadt - mal abgesehen von den Asphalt-Vierteln Mariahilf und Neubau. Und da tut ein bisschen klarer Urbanismus zwischendurch auch mal ganz gut. Wer unbedingt Grün sehen muss, schaut einfach nebenan in den Resselpark oder in den Stadtpark. Genau, der Schwarzenbergplatz, gestaltet von einem spanischen Architekten, schaut aus wie ein Platz in einer südeuropäischen Großstadt. Und was machen die Wiener? Sie flehen Blumenbeete herbei, Pflanzenkübel und Rollrasen - damit die Hunde es weich haben beim Scheißen. Und womöglich plant man bereits Christkindl- und Kunsthandwerkmärkte. Der Platz muss frei bleiben, basta. Seit ein paar Tagen ist übrigens die Effektbeleuchtung in Betrieb. Und nachts ist der Platz noch toller - er sieht aus wie eine Start- und Landebahn mit seinen Hunderten kleinen Blinklichtern. Und erst der kitschige, bunt beleuchtete Hochstrahlbrunnen! Cool! C. W.


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