Carla trägt Gelb

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

SECONDHAND Das carla Mittersteig ist frisch gestrichen und vor allem neu strukturiert.

Viel getan hat sich in den Caritas-Lagern in den vergangenen paar Jahren. Die "Spendendrehscheiben" der katholischen Hilfsorganisation heißen seit einiger Zeit nur mehr kurz und bündig carla, für Stammkunden gibt es mittlerweile Plastikkundenkarten, und die Mitarbeiter in den Filialen tragen einheitlich gelbe Leiberln. Corporate Identity - fast wie bei einem Secondhand-Ikea. Die Ansprüche der Kundschaft scheinen sich geändert zu haben.

"Nur weil jemand bedürftig ist, kaufen die Leute noch lange nichts", meint Hans Ihm, Chef der insgesamt fünf österreichischen carlas. "Die Qualität muss auch okay sein." Die Ware in den carlas stammt natürlich immer noch aus Wohnungsräumungen, Kleidersammlungen und Spenden, die Mehrheit der Kunden sind nach wie vor so genannte Ersteinrichter, Schnäppchenjäger und Raritätensammler. Allerdings wollte die Caritas dann doch irgendwann endlich weg vom schmuftigen


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