Dass das mit den lustigen Heurigenschenken jetzt nicht mehr als der ganz große Hammer funktioniert, sickert schön langsam durch. Vor allem Heurige wie aus dem Touristenprospekt haben's schwer in Zeiten von SARS, Flugangst und mieser Konjunktur. Interessanterweise tat sich in letzter Zeit aber gar nicht einmal so wenig in Grinzing:

Off-Grinzing

Stadtleben | aus FALTER 24/04 vom 09.06.2004

Neuland, 19., Cobenzlgasse 7, Tel. 320 00 63, Mo-Do 16-1, Fr 16-2, Sa 11-2, So 11-1 Uhr,

Das frühere E.N.Z.L, das noch früher ein Wienerwald und noch früher der Trummlerhof war, wird seit kurzem von zwei Jungmanagern mit Dynamik und Kärntner Wohlgefühl versorgt. Altwiener Küche ist Programm, wird leider nicht hundertprozentig eingelöst.

Liebstöckl, 19., Sandgasse 12, Tel. 328 83 10, tägl. 11-24 Uhr, www.liebstoecklco.at

War einmal der Rockenbauer-Heurige, wurde vor zwei Jahren von einem Wiener Gastronomen auf Edelbeisl umgestaltet. Die Küche ist weit besser als hier zu erwarten, schönes Alternativprogramm zum Mainstream.

Grinzinger Bräu, 19., Cobenzlgasse 3, Tel. 320 66 62, tägl. 11.30-24 Uhr, www.grinzingerbraeu.at

Altes Badehaus mitten in Grinzing, hatte auch schon viele Lokale gesehen, seit kurzem aber das erste Bierlokal. Küchenmäßig gibt man vor, sich an Jamie Oliver und Donna Hay zu orientieren, das ist aber etwas übertrieben.

WEIN Dass Cabernet Sauvignon aus Südamerika nicht zwangsläufig so schmecken muss wie alkoholisches Ribisel-Pago mit Eichenaromat, beweist der argentinische Weinmacher Alfredo Roca: Sein Cabernet 2000 ist im Gegensatz zu anderen Neue-Welt-Fruchtsuppen fast karg, man könnte sogar "europäisch" sagen: geröstete Kräuter, viel Feuer, sehr geeignet zu Asado (die Argentinier grillen alles!).

Preis: E 5,83 (bei 6 Flaschen), Bewertung: 3/5 (gut), bei www.mendoza.at


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