FPÖ-REGIERUNGSUMBILDUNG

Der Nächste, bitte!

Politik | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

Nach dem Wahldesaster fordern die Freiheitlichen neue Gesichter in der Regierung. Wer könnte die Blauen unter die Vier-Prozent-Marke führen?

Franz Koloini Haiders persönlicher Referent hat als Chef der BSV Juniors nur ein Jahr gebraucht, bis die Kicker die Vereins-Auflösung verkündeten. Bis Knittelfeld dauerte es immerhin zweieinhalb Regierungsjahre. Fazit: Der "schöne Franz" muss nach Wien in die Regierung - und zwar schnell!

Harald Fischl Der Präsident des "Club Jörg" hat Knittelfeld mitinszeniert. Dort hat der Steirer gezeigt, wie eine erfolgreiche Wählerrückholaktion aussieht. Wie heißt's so treffend auf der Homepage des Haider-Fanclubs: "Ehre beweist man nicht im Höhenflug! Ehre beweist man in der Katastrophe."

Barbara Rosenkranz Niederösterreichs FP-Landesparteichefin braucht eigentlich nur zu Hause mobilisieren: Wenn von Alwine bis Wolf alle zehn Sprösslinge brav die Mama wählen und Rosenkranz auch ihren Gatten Horst Jakob davon überzeugt, dass die FPÖ keine linke Splittergruppe ist, sind die Stimmen mit einem Schlag schon fast verdoppelt!

Johann Gudenus Presseaussendungen in Frakturschrift lösen endlich die parteiinternen Kommunikationsprobleme. Dann versteht wenigstens jeder Blaue, warum "Umvolkung" verfassungswidrig ist. Der Obmann der FPÖ-Jugend kennt zusätzlich auch noch alle Strophen von "Wenn alle untreu werden" auswendig. Statt Anglizismen wie "Speed kills" kann die Volkspartei bald "Ich hatt' einen Kameraden" anstimmen.

Martin Strutz Kein Witz, aber auch eine lustige Idee! Der nibelungentreue Kärntner Landesparteichef gilt nicht nur als Jörg Haiders Strohmann, sondern wird auch FPÖ-intern als potentieller neuer Minister gehandelt. Kein Wunder! Wer eine Chianti-Nacht mit Kärntens SPÖ-Landeschef Peter Ambrozy durchhält und dann auch noch "Freundschaft!" zuprostet, der hat nicht mehr viel zu verlieren.


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