Solist als Sieger

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

GRÜNE Der eigensinnige Johannes Voggenhuber fuhr das beste grüne Ergebnis in Europa ein. In Österreichs Städten kündigt sich eine kleine Revolution an. 

Es lag am kleinen Johannes, dass sich der Kirchenchor stets in einem schrillen Stimmengewirr verhedderte. Dabei bestach der Spross einer Salzburger Familie mit einem wohlklingenden Organ, regelmäßig durfte er sogar Solos singen. Doch Johannes störten einfach die Kehlen im Hintergrund. Nicht und nicht wollte er sich auf Einsätze und Rhythmen des Chors einstellen. Am liebsten hätte der Solist die Kirchenbesucher alleine mit frommen Weisen erfreut.

  Gut vierzig Jahre später, auf der grünen Europawahlparty, steht Johannes Voggenhuber wieder im Rampenlicht, doch diesmal schmeißt er nicht den Auftritt. Leichtfüßig tänzelt der 54-Jährige über die Bühne, die Frauen küsst er, die Männer drückt er. Das Publikum bejubelt ihn und seine charmanten Witze. Eigensinnig und eitel ist Voggenhuber immer noch, doch mittlerweile auch


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