BUNDES-SPÖ

Verschnaufpause

Politik | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

In der Politik geht's manchmal zu wie auf dem Fußballplatz. Sonntagnacht, als die SPÖ-Spitze im zweiten Stock in der Parteizentrale verfolgte, wie Frankreich bei der EM mit zwei Toren in der letzten Minute doch noch über England triumphierte, fühlten sich einige an den Nachmittag erinnert.

  "Die Dorli wird wohl das Bauernopfer sein", raunten die Genossen einander nach der ersten ORF-Hochrechnung zur EU-Wahl um 17 Uhr, bei der die ÖVP noch knapp vor der SPÖ lag, zu. Doch dann trafen nach und nach die Ergebnisse aus Wien ein - am Ende hatten die Roten einen Vorsprung von 0,8 Prozent. Der sonst eher zurückhaltende Spitzenkandidat Hannes Swoboda jubelte. Und Wahlkampfleiterin Doris Bures blieb Bundesgeschäftsführerin.

  Doch: "Die SPÖ ist in der Lage aus einem Sieg eine Niederlage zu machen", erinnerte Michael Häupl an die Obmanndebatte, die nach der Salzburger wie der Bundespräsidentenwahl aufgeflammt war, obwohl die SPÖ auch diese souverän gewonnen hatte. Der Wiener Bürgermeister


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